Gleichwertigkeit ist der Schlüssel

 

Ich, selbst Hundehalter und ebenso Leiter eines Teams in einem mittelständischen Unternehmen,  hatte das große Vergnügen, Herrn Philipper auf einer Veranstaltung für Führungskräfte im Sommer 2016  kennenzulernen. Mit Spannung, einigen Vorbehalten und in der Erwartung, dass mir anhand eines Hundes vorgemacht wird, wie Führung besser funktionieren soll, nahm ich mit vielen anderen an diesem Seminar teil.

 

Herr Philipper referierte fesselnd, authentisch und intelligent über Verantwortung, Werte und Entscheidungen. Er nahm uns mit in unsere eigenen Gedankenfallen, beschrieb treffsicher was unser Unterbewusstsein bei bestimmten Wortwahlen in unserem Denken und Handeln auslöst.

 

Er gab Lösungsvorschläge für Veränderungsprozesse in uns selbst an die Hand. Auch bei Zwischenfragen aus dem Publikum blieb er keine Antwort schuldig. Immer wieder nahmen die Dialoge einen unerwarteten Verlauf und regten zum Nachdenken an. Er denkt verdammt schnell.

 

Selten habe ich aus einem Vortrag soviel für mich persönlich, für meine Arbeit und letztendlich auch für das Zusammenleben mit unserem Hund mitnehmen können. Die prägnanten, schlüssigen und pointuierten Formulierungen trafen mit jedem Satz ins Schwarze.

 

Beim Lesen seines Buches "DOG Management" im Nachhinein schlüsselten sich die einzelnen Themen weiter auf. Ich habe es durchgearbeitet  - nicht durchgelesen.

 

Nun wollte ich wissen, wie ich diese Informationen auf unseren Hund übertragen kann. Meine Familie und ich leben mit Titus einem Jagdhunde-Mix aus dem Tierschutz. Abgesehen davon, dass er draußen ausschließlich sein eigenes Ding machte, war er auch ansonsten unseren bis dahin gut gemeinten Gehorsamserwartungen nicht wirklich zugetan und zeigte uns in vielen Bereichen seine Verachtung.

 

Während des ersten Gespräches bei Herrn Philipper vor Ort ging es in oben schon beschriebener Weise weiter. Vertieft wurden die Themen Gleichwertigkeit und Verantwortung. Alleine die Blickwinkelveränderung auf Titus, das Verstehen seiner vorherigen Reaktionen und das daraus umgestellte Verhalten unsererseits, zeigten unerwartete Erfolge in Riesenschritten. 

 

Ich habe mit einer derartigen Veränderung nicht gerechnet. Während wir uns vorher damit herausgeredet haben, dass Titus autark und eigenständig ist und Kontakt nicht wirklich braucht, hat sich unser Verhältnis Schritt für Schritt in eine sehr intensive Beziehung, geprägt von gegenseitiger Zuneigung und Vertrauen, gewandelt. 

 

Dass sich unsere Probleme draußen mit Titus in Luft aufgelöst haben, brauche ich demnach nicht näher zu erläutern.

 

Christoph und Titus, Wiesbaden